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Einleitung

Die Heilung des Menschen ist immer nur eine Selbstheilung. Eine Therapie sollte diese unterstützen und Beschwerden mildern. Damit die Krankheiten nicht immer wieder auftauchen, müssen die Ursache der Erkrankung gefunden und behoben werden.
Die hier vorgestellte Methode, soll helfen eigene Krankheiten besser zu verstehen und die Selbstheilung zu unterstützen. Man muss verstehen, dass sich Lebensmittel, je nach Art sauer oder basisch auf den Stoffwechsel auswirken. Die meisten Speisen, die uns umgeben, hinterlassen viele Säuren. Basenüberschüssige Mahlzeiten sind dagegen äußerst selten. Die Folge ist eine jahrelange Übersäuerung, auf die unser Körper so nicht eingestellt ist. Überall im Körper werden Säuren abgelagert, die wegen dem konstanten Säure-Überangebot nicht alle ausgeschieden werden können. Diese schwächen den Körper und damit die Selbstheilungskraft oder sind die Ursache einer chronischen Erkrankung. Der Körper wird anfälliger für Infektionen, die körperliche und geistige Belastbarkeit nimmt ab und der Schlaf hat nicht mehr seine erholsame Wirkung. Der Körper ist ausgelaugt.
Damit der Körper Energie geladen ist, müssen zu den Säuren mehr basenbildende Stoffe aufgenommen werden. Unter >>> Rezepte finden sich einige Vorschläge für Mahlzeiten, die eben besonders basenüberschüssig sind. Diese sollten den eigenen Speiseplan ergänzen. Wichtiger ist aber selbst zu lernen, wie stark sauer/basisch sich eine Speise auf den eigenen Stoffwechsel auswirkt, damit die eigene Ernährung zu einem ausgeglichen Säure-Basen-Haushalt führt.

 

Säure-Basen-AmpelWas ist basisch kochen?

Ziel des basischen Kochens ist es eine Mahlzeit herzustellen, die einen Basenüberschuß im Körper erzeugt. Nach der Verdauung und der Verstoffwechslung sollen dem Körper mehr Basen als Säuren zur Verfügung stehen. Deshalb werden viele basenbildende Lebensmittel verwendet, die reich an Mineralien wie Natrium, Kalium, Kalzium, Magnesium, usw. sind. Dazu zählen hauptsächlich Gemüse, reifes Obst und frische Kräuter.

Säurebildende Lebensmittel erkennt man vor allem am hohen Eiweißgehalt, also Fleisch und Milchprodukte aber auch Getreide und Hülsenfrüchte wie Linsen, Erbsen oder Bohnen. Das Eiweiß hinterlässt durch die Verstoffwechslung besonders viele Säuren.

Übrigens: eine Zitrone schmeckt zwar erstmal sehr sauer, wird aber leicht basisch verstoffwechselt, da sie viele basenbildende Stoffe mit im Gepäck hat. (Die Zitrone bekommt einen Punkt auf der Basen-Ampel)

 

Warum können zu viele Säuren
zum Problem werden?

Säuren sind nicht als negativ zu bewerten. Sie sind genau so wichtig für den Körper wie Basen. Allerdings sind die Speisen der westeuropäischen Küche meistens säure-überschüssig und das kann dann über die Jahre hinweg zu einem körperlichen Problem führen. Der Körper sorgt in seinen unterschiedlichen Flüssigkeiten für einen bestimmten pH-Wert, damit diese ihre Aufgaben erfüllen können. Der pH-Wert des Blutes liegt beispielsweise zwischen 7,35 und 7,45. Er ist also im leicht basischen Bereich. Nur so kann Sauerstoff durch die roten Blutkörperchen zu den Zellen transportiert werden. Damit der pH-Wert in diesem engen Bereich gehalten werden kann, verfügt der Körper über ein Puffersystem, mit dem er den pH-Wert ausgleicht.
Wenn allerdings übermäßig stark säurebildende Lebensmittel gegessen werden, dann ist der Körper gezwungen auf Ressourcen aus verschiedenen Teilen des Systems zurückzugreifen, die dann in ihrer Funktion beinträchtig werden. So zieht er Kalzium aus den Kochen und Zähnen um daraus Basen zu bilden, die den Säureüberschuss zu Salz neutralisieren. Diese Salze werden dann über den Urin ausgeschieden. Zurück bleiben brüchige Knochen oder es kommt zu Karies. Weiter werden überschüssigen Säuren in der Lymphflüssigkeit gelagert. Das führt zu einer schwachen Versorgung der Zellen mit Sauerstoff und anderen Nährstoffen. Die Funktionen der Zelle und ihrer Aufgaben sind eingeschränkt.

 

Woran erkennt man die eigene Übersäuerung?

Ein anders Wort für Basen ist Lauge. Der Volksmund sagt man fühlt sich ausgelaugt und meint damit man fühlt sich leer und schwach. Aber auch Böden können ausgelaugt sein und enthalten dann kaum noch Nährstoffe. Wenn also die eigene Leistungsfähigkeit nachlässt und du dich selbst nach dem Schlaf noch erschöpft fühlst, dann sind das Anzeichen einer Übersäuerung. Die Reaktionen auf Übersäuerung sind so individuell wie der Stoffwechsel jedes einzelnen Menschen und dadurch höchst unterschiedlich.

Bei manchen Menschen zeigt sich die Übersäuerung an einer stark fettigen, unreinen Haut, bei anderen an häufigen Infektionskrankheiten, Burnout oder Übergewicht.

pH Wert Messstreifen IndikatorpapierEin sehr guter Indikator für die Übersäuerung ist der pH-Wert des Uris. Um diesen zu messen gibt es in der Apotheke Messstreifen, mit denen jeder preiswert überprüfen kann, ob eine Übersäuerung vorliegt. Dazu misst man mehrmals über den Tag verteilt seinen Urin-pH-Wert. Scheidet der Körper nur Säuren und keine Basen aus, dann hat der Körper mit einer zu hohen Säurelast zu kämpfen. Am pH-Wert des Urins lässt sich auch sehr schön ablesen, wie sich die Nahrung auf den Säure-Basen-Haushalt auswirkt. Eine basenreiche Kost lässt den pH-Wert steigen, was sich nach etwa 2 Stunden im Urin widerspiegelt.

Was kann ich machen, wenn ich übersäuert bin?

Als erste Maßnahme ist es ratsam einem Bio-Gemüsesaft zu trinken, der dir besonders gut schmeckt. Zeigen deine pH-Wert Messungen an, dass du immer im sauren Bereich liegst, dann kannst du mit einer Flasche über den Tag verteilt schon sehr viel erreichen, ohne dass du deine Essgewohnheiten ändern musst.
Gemüsesäfte werden meistens aus erntereifem Gemüse ohne lange Transportwege hergestellt und sind deshalb besonders reich an Mineralien und anderen Vitalstoffen. Das Gemüse aus dem Supermarkt wird leider oft unreif geerntet, damit es den langen Transport besser übersteht um dann kurz vor dem Verkauf künstlich nachgereift zu werden. Darunter leidet der Geschmack. Wer schonmal eine reife Tomate aus dem eigenen Garten gegessen hat, kennt den geschmacklichen Unterschied zu einer spanischen Gewächshaus-Tomate, die im Winter im Supermarkt zu kaufen ist. Wenn Gemüse nach nicht viel schmeckt, dann ist auch nicht viel drin!
Im nächsten Schritt, solltest du nach und nach immer mehr Mahlzeiten in dein Leben aufnehmen, die dir schmecken und die echte Basenbomben sind. Dazu zählen Salate mit vielen frischen Kräutern aber auch die >>> Gemüse-Rezepte, die auf dieser Seite vorgestellt werden. Lerne also nach und nach deine Ernährung durch basisches Kochen zu erweitern, um so einen ausgeglichenen Stoffwechsel zu bekommen.
Natürliche Produkte sind chemischen Erzeugnissen wie Basenpulver immer vorzuziehen. Dann liegen die Mineralien, die ja im Körper zu Basen umgewandelt werden, in einer organischen Form vor. Die Pflanze gibt an der Wurzel Säuren ab, um die Mineralien aus der Erde zu lösen um diese dann aufzunehmen. Oder sie lebt in einer symbiotischen Gemeinschaft mit einem Pilz, der die Nährstoffe aus dem Boden löst. Diese werden an die Pflanze abgegeben und der Pilz wird dafür mit Zucker versorgt, den die Pflanze durch Photosynthese herstellt.
Die Inhaltsstoffe der Pflanzen sind also so fein gelöst, dass sie durch die Zellmembran ins Zellinnere gelangen können. Die entstandene Form kann jetzt erst vom Menschen verwerten werden. Bei der chemischen Produktion werden zunächst Kristalle erzeugt und diese werden danach fein gemahlen. Allerdings ist von diesem Pulver nur ein kleiner Teil so fein gemahlen, dass er durch die Zellmembran passt. Der große Rest kann vom Körper gar nicht verwertet werden und wird ungenutzt wieder ausgeschieden. Zudem ist auch die Zusammensetzung der Mineralien von größter Bedeutung. Oft sind Kombinationen aus unterschiedlichen Stoffen notwendig, damit der Körper die Stoffe aufnehmen kann. Auch hier liefert uns die Natur die Stoffe in den für uns notwendigen Kombinationen.

 

Muss ich auf den geliebten Käse und
den täglichen Kaffee verzichten?

Nein. Denn erst der Genuss macht das Leben lebenswert. Allerdings sollten starke Säurebildner dann auch wieder mit der entsprechenden Nahrung ausgeglichen werden, damit das Säure-Basen-Verhältnis nicht aus der Balance gerät.

 

Warum ist tierisches Eiweiß besonders schädlich?

Zum Thema Fleisch und andere tierische Produkte kann man ganze Bücher schreiben. Was Autoren wie T. Campbell getan haben. Er zeigt in seinen Buch "China Study" anhand unzähliger Studien den Zusammenhang zwischen den sogenannten "Zivilisationskrankheiten" (z.B. Diabetes, Übergewicht, Herzkreislauferkrankungen, Altersdemenz, Osteoporose) und einem übermäßigen Konsum von tierischem Eiweiß auf. Seine Empfehlung lautet den Eiweißbedarf mit 10-20% tierischem Eiweiß und den restlichen Eiweißbedarf aus pflanzlichem Eiweißquellen zu decken. Pflanzen enthalten auch Eiweiß, allerdings nie so viel wie Fleisch, Fisch oder Milchprodukten und immer in Kombination mit vielen basenbildenden Nährstoffen.
Auch konnte er im Versuch an Ratten zeigen, dass Leberkrebs erzeugende Substanzen (Afflatoxine) eben nur bei Fütterung von tierischem Eiweiß zu Tumoren geführt haben. Während die Ratten mit pflanzlichem Eiweiß und der gleichen Dosis Gift keine Tumore bekamen. Bei Tieren, die bereits Lebertumore gebildet hatten, konnte er bei der Umstellung auf pflanzliches Eiweiß sogar eine Rückbildung der Geschwüre beobachten. Mit einer groß angelegten Studie konnte Campbell zeigen, dass Chinesen, die ja Milchprodukte eklig finden und einen höheren Gemüseanteil in ihrer Nahrung haben, deutlich weniger bis garnicht an unseren Zivilisationskrankheiten leiden.
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist aber auch die Art wie heutzutage Fleisch in der Massentierhaltung erzeugt wird. Ein Schwein, dem Penizillin verabreicht wird, damit sich viel Wasser in seiner Muskulatur ablagert und es damit mehr Gewicht auf die Waage bringt, ist eben nicht gesund und widerstandsfähig, entsprechend ist dann auch die Qualität und der Nährwert des Fleisches. Von den ganzen Stress- und Angsthormonen, die durch den Transport und das Schlachten im Fleisch und damit auf unseren Tellern landen einmal ganz zu schweigen.

 

Auf was ist noch zu achten?

- Auch Stress und Ärger machen den Körper sauer. Achte vor allem beim Essen auf eine ruhige und friedliche Atmosphäre. Sich während dem Essen zu streiten oder sich einen Film anzuschauen, in dem andere ums Leben kommen, ist nicht förderlich um überschüssige Säuren abzubauen. Bedenke, dass dein Unterbewusstsein nicht weiss, dass es sich um Schauspieler handelt.

- Nimm dir Zeit beim Essen um alles gründlich zu kauen! Die Verdauung ist darauf angewiesen, dass alles schön zu Brei zermahlen ist, damit eine große Oberfläche entsteht. Chemische Verdauungsprozesse finden ja nur an Oberflächen statt. Auch ist der Speichel für viele Verdauungsvorgänge von großer Wichtigkeit, und erst ein langes und gründliches Kauen produziert genügend Speichel. Einige Stoffe werden auch direkt durch die Mundschleimhaut aufgenommen, aber eben nur, wenn sie nicht gleich im Magen verschwinden. Es hilft, wenn man sich erst dann wieder etwas auf die Gabel nimmt, wenn man den letzten Bissen geschluckt hat.

- Dann solltest du möglichst auf Fertigprodukte verzichten, vor allem wenn sie Geschmacksverstärker und Konservierungsstoffe enthalten. Wären sie aus hochwertigen Produkten, dann bräuchten sie ja keine Verstärkerstoffe. Und sind sie besonders lange haltbar, dann eben weil sich Pilze und Bakterien auf den Speisen nicht gut vermehren können. Aber die Verdauung arbeitet ja gerade mit diesen Mikroorganismen.
Koche so viel wie möglich selbst. Während der Zubereitung kann sich dein Körper nämlich schon auf die kommende Nahrung einstellen und die nötigen Verdauungsenzyme bereitstellen. Da wandert mal ein Karottenstückchen in den Mund, du siehst und riechst wie die Mahlzeit entsteht, du probiert schon mal ob noch Salz oder ein anderes Gewürz fehlt. Das alles hilft deinem Körper sich optimal auf das Essen einzustellen.

- Und integriere tägliche Bewegung in deinen Tagesablauf. Nimm öfter mal das Fahrrad oder steige eine Station früher aus der Bahn aus und laufe den restlichen Weg ins Büro oder in die Schule. Im Gegensatz zum Blut, das ja durch den Körper gepumpt wird, hat dein Lymphsystem keine eigene Pumpe. Die Lymphflüssigkeit, die alle Zellen umgibt und die für den Abtransport vieler Stoffwechselprodukte aber auch toter Zellen zuständig ist, wird durch die Muskulatur bewegt. In den Lymphgefäßen sind Rücklaufventile, die dafür sorgen, dass die Lymphe nur in einer Richtung fließen kann. Dazu müssen aber deine Muskeln angespannt und entspannt werden, damit dieser Mechanismus funktioniert.
Du solltest dich während deiner sportlichen Betätigung immer noch gut unterhalten können. Wenn du aus der Puste kommst, dann werden deine Muskelzellen mit zu wenig Sauerstoff versorgt, was dann zu einer weiteren Übersäuerung führt. Ein Stunde im Wald spazieren oder Gartenarbeit sind optimal.

- Rege dich nicht über Dinge auf, die du nicht ändern kannst. Wie das Wetter oder die Aktienkurse. Kümmere dich stattdessen lieber um Probleme, die du auch wirklich lösen kannst und löse sie. Teile dich deiner Umwelt mit und mache die Personen in deinem Umfeld auf deine Probleme aufmerksam. Die meisten Menschen wollen dir gar nichts Böses, sie sind nur so in ihrer eigenen Gedankenwelt gefangen, dass sie nicht merken, wenn sie dir auf die Nerven gehen.

- Werde selbst zum Wissenschaftler und mache dich selbst zum Studienobjekt. Lerne so viel wie möglich über dich selbst. Wann wirst du krank? Wie fühlst du dich nach einer Mahlzeit? Schreibe auf wann und was du gegessen hast und welche pH-Werte du gemessen hast und lerne dich so besser kennen. Oder hast du eine chronische Erkrankung, dann schreibe auch dazu täglich auf wie stark die Symptome waren und welche Maßnahmen du gegen dein Leiden unternommen hast (>>> pH-Wert-Formular).

- Mache Entspannungsübungen wie Progressive Muskelrelaxation oder Yoga Nidra, damit du lernst wie sich Entspannung im Gegensatz zu Anspannung anfühlt.

- Umgib dich mit Menschen, die dir gut tun, dich inspirieren und die dir bei deiner Entwicklung behilflich sind.

 

www.basischkochen.com